Dr. med. Tilke Nonnenkamp

Praxis für
ganzheitliche Medizin

• niedergelassen in eigener Praxis seit 1998
• seit 2005 Schulärztin Waldorfschule Gröbenzell
• 2015 Oberärztin anthroposophische Ambulanz im Komplementärmedizinischen Institut der Uniklinik Bern

• Anerkennung Anthroposophischen Ärztin
• Anerkennung Homöopathie
• Anerkennung Naturheilverfahren
• Anerkennung zur praktischen Ärztin
• Promotion 1995 mit psychosomatischer Prädikatsarbeit
• Approbation 1992
• Medizinstudium Universität Witten/Herdecke
mit Ausbildung am Krankenbett des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke
und Studium fundamentale

Ich bin Mutter von drei erwachsenen Töchtern und spreche fließend Englisch und Französisch. Mich interessiert Literatur, darstellende Kunst, Yoga, Waldorfpädagogik, Pflanzenheilkunde, die Menschen,  Anthroposophische Medizin, Homöopathie, Wanderlust… die Natur überhaupt!

SCHLEHE

Prunus spinosa ist zum Jahresbeginn ein schwarzer dunkler Strauch, eher abweisend wirkend mit seinen spitzen Stacheln. Plötzlich, unerwartet über Nacht, fängt er Anfang März überschwänglich an zu blühen und wird zu einer weißen zarten Wolke. Er verschenkt sich im betörenden Duft. Hart, schwer und dunkel überwindet er den Winter österlich-auferstehend in der leichten, hellen, duftenden Blüte mit übergeworfenem Lichtschleier. Die Schlehe flüstert als erste von Sonne, Licht, Wärme und letztlich von Erlösung und Paradies, Kosmos und Göttlichkeit. Sie steckt voller Gegensätze und Widersprüche und hat eine beeindruckende Verwandlungskraft. Auf ihre verausgabende Blütenpracht folgt ein langer Sommer, in dem scheinbar nichts passiert. Der Strauch scheint stillzustehen. Die Spannung wird lange gehalten, alle anderen Kirschbäume, zu denen die Schlehe gehört, sind schon lange geerntet worden. Prunus spinosa zeigt immer noch keine äußere Veränderung. Nicht sichtbar sammelt sie sich, zentriert sich auf ihr genau gekanntes Ziel: die kleine kugelrunde blaue Beere, die erst nach dem erstem Frost reif wird. Die Beere sitzt versteckt im Innern des Busches, geschützt von den vielen verzweigten, stechenden Ästen. Der Schlehdorn kann abgrenzen und abdichten, er ist eine Therapie für eine Stärkung des Lebensleibes. Die Schlehe wird eingesetzt zur Vitalisierung bei Schwäche, Erschöpfung, verzögerter Rekonvaleszenz und rezidivirenden Infekten.